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Russischer Eisbär zusammen mit Flocke im Gehege

Nürnberg, 7.1.2009

Russischer Eisbär zusammen mit Flocke im Gehege

Eisbärin Flocke spielt seit dem heutigen Mittwoch, 7. Januar 2009, mit ihrem russischen Bärenfreund in ihrem Gehege. Der junge Eisbär, der am 29. Dezember 2008 aus Moskau in den Tiergarten Nürnberg gebracht worden war, durfte heute zum ersten Mal in das Eisbärengehege. Dort schaute er sich nach einem kurzen Zögern neugierig um, beschnupperte die Lieblingsplätze von Eisbärin Flocke und beschäftigte sich begeistert mit ihren vielen Spielsachen.

Als Flocke nach einer knappen Viertelstunde erstmals mit dem Eisbärenjungen zusammentraf, reagierte sie zuerst ein wenig erschrocken über den unerwarteten Besuch in ihrem Gehege. Die anfängliche Überraschung wich jedoch schnell der Freude, den ihr durch die Stallgitter bereits bekannten Eisbärenjungen näher kennen zu lernen. Flocke und der Eisbärenjunge, dessen Name vom Zoo in Madrid festgelegt werden wird, verstanden sich auf Anhieb sehr gut, stupsten die Schnauzen aneinander, liefen gemeinsam durchs Gehege und beschnupperten sich immer wieder.

Tiergartendirektor Dr. Dag Encke freut sich für Flocke. Besonders begeistert ihn Flockes Verhalten: „Flocke zeigt im Umgang mit dem Eisbärenjungen, dass sie auch als Handaufzucht gelernt hat, sich wie eine Eisbärin zu verhalten. Unsere Pfleger haben sehr gute Arbeit geleistet. Wir hoffen, dass der junge Eisbär etwa ein Jahr im Tiergarten Nürnberg bleiben kann, bevor er in sein neues Zuhause im Zoo in Madrid umzieht. Die beiden jungen Eisbären können viel voneinander lernen.“

Da niemand wissen konnte, wie sich die beiden jungen Eisbären bei ihrem ersten gemeinsamen Zusammentreffen verhalten würden, stellte die Feuerwehr einen großen Löschzug bereit, um im Ernstfall die Gemüter der beiden Tiere mit einem Wasserguss kühlen zu können. tom

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Eisbären starben an einer Kokzidiose

Nürnberg, 22.12.08

Eisbären starben an einer Kokzidiose

Die Untersuchung der beiden Eisbär-Jungtiere, die am 8. und 12. Dezember 2008 im Tiergarten Nürnberg gestorben sind, durch die Pathologen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hat ergeben, dass beide Jungtiere einer Kokzidiose zum Opfer gefallen sind.

Kokzidien sind parasitäre Einzeller, die sich vornehmlich im Magen-Darm-Trakt ihrer Wirtstiere ansiedeln und dort im Zuge ihrer Vermehrung die Darmschleimhaut schädigen und zerstören. Die Folge sind Durchfälle und eine gehinderte Resorption von Nahrung durch die Darmschleimhaut.

Der Krankheitsverlauf einer Kokzidiose erklärt auch die Beobachtungen bei den kleinen Eisbären. Die Jungtiere wurden gut genährt, hatten einen regelmäßig gefüllten Magen und dadurch keinen Hunger. Da aber die Nahrung nicht mehr resorbiert werden konnte, wurden die Tiere schnell schwächer und konnten im Endstadium auch keine Nahrung mehr aufnehmen. Deshalb waren Magen und Darm zum Zeitpunkt des Todes fast vollständig entleert. Da die Tiere aufgrund des gefüllten Magens satt waren und wahrscheinlich über Tage hinweg vom eigenen Körperfett zehrten, konnte die Erkrankung nicht erkannt werden.

Wie es zum Kokzidienbefall der Jungtiere kam, lässt sich wahrscheinlich nicht mehr nachvollziehen. Bisher konnten weder bei Vera noch bei Flocke Kokzidien im Kot nachgewiesen werden. Kokzidien sind normalerweise sehr wirtsspezifisch. Deshalb bleibt es naheliegend, dass Vera die Überträgerin war, auch wenn bei ihr bislang keine Kokzidien nachgewiesen werden können.

Veras Aufzucht ist beendet

Nürnberg, 13.12.08

Veras Aufzucht ist beendet

Am Freitag, 12. Dezember 2008, ist das zweite Eisbärenjunge von Vera
im Tiergarten Nürnberg trotz der mütterlichen Fürsorge gestorben. Am
späten Freitagvormittag hatte es erste Anhaltspunkte gegeben, dass das
Jungtier schwächer wurde. Gegen 14 Uhr wurde Vera plötzlich sehr
aufgeregt, verließ die Höhle, kam erregt schnaubend zurück und baute ihr
Nest um. Dabei konnten Tiergartenmitarbeiter das Jungtier über die
Videobeobachtung kurz sehen. Es gab keine Töne mehr von sich. Es war
tot. Vera legte sich gegen 17 Uhr schlafen. Sie wird bisher nicht gestört,
damit sie ohne Beeinträchtigung von außen den Tod des Jungtieres
begreifen und verarbeiten kann. Ob das Jungtier noch im Strohlager liegt,
ist derzeit nicht zu erkennen. Zur Zeit verlässt Vera hin und wieder die
Höhle, kehrt aber stets zurück und verhält sich so, als suche sie immer
noch ihr Junges.

Die Höhle wird erst dann inspiziert, wenn Vera anzeigt, dass sie mit der
Aufzucht abgeschlossen hat. Bis dahin wird sie nicht gestört.
„Ich bedaure den negativen Verlauf der zweiten Aufzucht der mit sechs
Jahren noch jungen Mutter sehr“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke.
„Vera hatte regelmäßig gesäugt und das Jungtier hatte nach jedem
Saugakt geschlafen, so dass es als sicher gilt, dass es ausreichend mit
Milch versorgt war. Die Ursache für das schnelle Dahinsiechen des
Jungtieres am gestrigen Nachmittag ist nicht bekannt.“
Der Tiergarten bittet um Verständnis, dass vorerst noch keine
Medienvertreter mit optischer Ausrüstung im Bereich des
Eisbärengeheges zugelassen werden, damit Vera nicht unnötig aufgeregt
wird.

Vera hatte am 21. November 2008 zwei Junge zur Welt gebracht. Der
erste Eisbärenzwilling war bereits am Montag, 8. Dezember 2008,
gestorben. sz

Ein Eisbärenzwilling gestorben – Keine Geburtstags

Nürnberg, 13.12.08

Veras Aufzucht ist beendet

Am Freitag, 12. Dezember 2008, ist das zweite Eisbärenjunge von Vera
im Tiergarten Nürnberg trotz der mütterlichen Fürsorge gestorben. Am
späten Freitagvormittag hatte es erste Anhaltspunkte gegeben, dass das
Jungtier schwächer wurde. Gegen 14 Uhr wurde Vera plötzlich sehr
aufgeregt, verließ die Höhle, kam erregt schnaubend zurück und baute ihr
Nest um. Dabei konnten Tiergartenmitarbeiter das Jungtier über die
Videobeobachtung kurz sehen. Es gab keine Töne mehr von sich. Es war
tot. Vera legte sich gegen 17 Uhr schlafen. Sie wird bisher nicht gestört,
damit sie ohne Beeinträchtigung von außen den Tod des Jungtieres
begreifen und verarbeiten kann. Ob das Jungtier noch im Strohlager liegt,
ist derzeit nicht zu erkennen. Zur Zeit verlässt Vera hin und wieder die
Höhle, kehrt aber stets zurück und verhält sich so, als suche sie immer
noch ihr Junges.

Die Höhle wird erst dann inspiziert, wenn Vera anzeigt, dass sie mit der
Aufzucht abgeschlossen hat. Bis dahin wird sie nicht gestört.
„Ich bedaure den negativen Verlauf der zweiten Aufzucht der mit sechs
Jahren noch jungen Mutter sehr“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke.
„Vera hatte regelmäßig gesäugt und das Jungtier hatte nach jedem
Saugakt geschlafen, so dass es als sicher gilt, dass es ausreichend mit
Milch versorgt war. Die Ursache für das schnelle Dahinsiechen des
Jungtieres am gestrigen Nachmittag ist nicht bekannt.“
Der Tiergarten bittet um Verständnis, dass vorerst noch keine
Medienvertreter mit optischer Ausrüstung im Bereich des
Eisbärengeheges zugelassen werden, damit Vera nicht unnötig aufgeregt
wird.

Vera hatte am 21. November 2008 zwei Junge zur Welt gebracht. Der
erste Eisbärenzwilling war bereits am Montag, 8. Dezember 2008,
gestorben. sz

Vera räumt Kinderstube auf: neue Eisbären-Videos o

Nürnberg, 8.12.08

Vera räumt Kinderstube auf: neue Eisbären-Videos online

Die Nürnberger Eisbärin Vera legt offenbar Wert auf eine saubere Kinderstube. Ein aktuelles Video zeigt, wie die Eisbärin die Kamera in ihrer Wurfhöhle im Nürnberger Tiergarten mit der Schnauze von Spinnweben befreit. „Ein Glücksfall“, sagt dazu der stellvertretende Tiergartendirektor Dr. Helmut Mägdefrau. „Ich finde es sehr nett, dass Vera die Linse geputzt hat. Jetzt haben wir wieder freie Sicht in die Höhle und auf die beiden Eisbärenjungen.“

In den vergangenen Wochen beeinträchtigten Spinnweben die Bilder der Gehegekamera. Zur Schonung der beiden am 21. November 2008 geborenen Eisbärenjungen wagen sich die Tierpfleger bislang nicht in die Nähe des Geheges. Wenn Eisbären bei der Aufzucht ihres Nachwuchses gestört werden, fressen sie im schlimmsten Fall die Jungtiere auf. An eine Reinigung der mit einem Spinnennetz überzogenen Kameralinse war deshalb nicht zu denken. Der Nürnberger Tiergarten hatte im Sommer eine Kamera in Veras Wurfbox installieren lassen, um frühzeitig über möglichen Eisbärennachwuchs im Bilde zu sein.

Das Video von der Putzaktion sowie zwei weitere Videosequenzen von Vera und den Eisbären-Zwillingen stehen in Kürze auf der Seite www.eisbaer.nuernberg.de zum Download bereit. Auf einem Film ist zu sehen, wie sich Vera an der Gehegewand aufstellt und die Kameralinse aus nächster Nähe beschnuppert. tom

Eisbärin Vera kümmert sich gut um ihren Nachwuchs

Nürnberg, 26.11.08
Eisbärin Vera kümmert sich gut um ihren Nachwuchs

Knapp ein Jahr nach Flocke hat Eisbärin Vera erneut für Nachwuchs im Nürnberger Tiergarten gesorgt. Am Freitag, 21. November 2008, in den frühen Morgenstunden, warf Vera zwei lebende Eisbärenjunge.

Tiergartendirektor Dr. Dag Encke äußerte sich in der Pressekonferenz am Mittwoch, 26. November 2008, sichtlich begeistert über die Zwillinge: „Ich habe mich richtig gefreut, als ich die Kleinen auf den Videos gesehen habe. Vera ist bislang eine vorbildliche Mutter.“

Die beiden Jungtiere kamen am Freitagmorgen zwischen 6 Uhr und 10 Uhr in der mit Stroh ausgepolsterten Wurfbox von Veras Gehege zur Welt. „Ab 8.20 Uhr wurden Töne eines ersten Jungtiers aufgezeichnet, ab 10 Uhr kommen die Töne eines zweiten Tiers hinzu“, sagte der stellvertretende Tiergartendirektor Dr. Helmut Mägdefrau. Wie die Videoaufnahmen der neu installierten Gehegekamera zeigen, kümmert sich Vera gut um ihren Nachwuchs. Die beiden Jungtiere in der Größe von Meerschweinchen sind auf den Aufnahmen zu erkennen und auch zu hören. Das Geschlecht der Tiere wird voraussichtlich erst in drei bis vier Monaten bekannt sein, „Bis dahin werden die Tiere die Zeit mit ihrer Mutter in der Geburtshöhle verbringen. Dann erst werden wir den Nachwuchs tierärztlich untersuchen lassen“, betonte Mägdefrau.

Die Aufnahmen dokumentieren, dass Vera am Tag der Geburt ausgestreckt im Stroh liegt und häufig laut schnauft. Später krümmt sie sich zusammen, weshalb die Geburt selbst nicht zu sehen ist. Als Vera die 1,5 mal 2 Meter große Höhle das nächste Mal verlässt, sind die beiden kleinen und schreienden Eisbärenjungen zu erkennen.

Zur Beurteilung des Gesundheitszustands der beiden Eisbärensäuglinge sind die Kameraaufnahmen hingegen nicht geeignet. „Die große Eisbärin deckt die winzigen Jungen beim Stillen komplett ab. Wir können nicht erkennen, ob Vera die Jungen ausreichend säugt oder nicht“, sagte Dr. Mägdefrau. Dr. Encke fügte hinzu: „Wenn man es schmatzen hört und es danach ruhig wird, können wir zumindest davon ausgehen, dass sie genug getrunken haben.“

Fortlaufende Informationen über die Entwicklung der Jungtiere, etwa ob sie zugenommen haben, kann der Tiergarten nicht geben. Vera selbst wird während der nächsten Monate nichts fressen und ihre Höhle kaum verlassen. Wenn alles gut geht und die Jungtiere überleben, könnten sie eventuell im März oder April die Höhle zum ersten Mal verlassen.

Die sechsjährige Eisbärin Vera brachte mit den beiden Jungtieren zum zweiten Mal Nachwuchs zur Welt. Wie bei Flocke ist der Vater der Jungtiere der sieben Jahre alte Eisbär Felix, der derzeit im dänischen Aalborg lebt. Ihr erster gemeinsamer Nachwuchs war die am 11. Dezember 2007 im Tiergarten Nürnberg geborene Eisbärin Flocke, die als Handaufzucht zu internationaler Berühmtheit gelangte.

Der Tiergarten Nürnberg versucht alles, damit Vera dieses Mal ihre Jungtiere selbst versorgt. Da bekannt ist, dass Eisbärinnen ihren Nachwuchs vernachlässigen oder fressen, wenn sie sich in den ersten Wochen nach der Geburt gestört fühlen, wurde das Eisbärengehege abgesperrt. Das Gehege wird rund um die Uhr von einem Sicherheitsdienst bewacht. Die Tiergartenleitung bittet die Besucherinnen und Besucher um Verständnis, dass die Terrasse vor dem Eisbärengehege derzeit nicht zu betreten ist.

Nürnbergs Zweiter Bürgermeister Horst Förther sagte, dass für die neugeborenen Eisbären bereits vier Namen ausgewählt wurden – je zwei für Weibchen und zwei für Männchen. Sie werden jedoch erst nach der tierärztlichen Untersuchung in einigen Monaten bekannt gegeben, wenn auch das Geschlecht der Tiere bekannt ist. Mit der Veröffentlichung werde zudem solange gewartet, bis sie rechtlich geschützt sind. Damit soll verhindert werden, dass sich Trittbrettfahrer eventuelle Vermarktungsrechte sichern könnten. moe/tom

Flockes Schnauze krümmt sich bei längerem Saugen

Nürnberg, 19.06.08
Eisbärin Flocke im Nürnberger Tiergarten hat manchmal eine krumme Nase. Doch die Krümmung der immer länger werdenden Schnauze des sechs Monate alten Eisbärenkindes sei nicht von Dauer, stellte Tiergarten-Tierärztin Dr. Katrin Baumgartner am Donnerstag, 19. Juni 2008, fest.

„Obwohl inzwischen im Teenageralter angekommen, saugt Flocke noch immer häufig an ihrem Plastikschnuller. Den benutzt sie zur Beruhigung wie kleine Kinder einen Beißring. Flockes Kauspielzeug ist innen an der Gittertür ihres Stalls befestigt. Kommt sie nach einer längeren Ruhepause zurück ins Freigehege, ist häufig die Schnauze schief“, erläutert Dr. Baumgartner das Geschehen.

Was also macht Flocke im Gehege? Beim „Schnullern“ verbiegt offenbar der Sauger die Bärennase nach rechts oder nach links. Es scheint, als ob Flocke die Nase rümpfen würde. Wenn Flocke den Schnuller länger im Maul behält, bleibt die Schnauze für einige Zeit in dieser Form, bevor sie wieder in ihre normale Lage zurückkehrt.

Flocke spielt und „zwar mittlerweile oftmals ganz allein. Sie macht das jetzt richtig gut und wir sind sehr froh, dass sie immer selbstständiger wird“, betont Baumgartner. Tierpfleger Harald Hager verteilt Spielsachen im ganzen Gehege. Und Flocke freut es. Wenn sie zum Beispiel in einem Eimer eine Eisbombe mit eingefrorenen Äpfeln, Birnen und Karotten findet, beschäftigt sie sich damit lange und ausdauernd. Anders geht es auch fast nicht mehr, denn „wir sind keine Bären“, sagt Hager. „Den Schwung, den Flocke mit ihrem Gewicht von 45 Kilogramm entwickelt, halten wir Zweibeiner bald nicht mehr stand. Da haut sie uns glatt um.“ Ein paar Streicheleinheiten sind natürlich trotzdem immer noch drin. Flocke ist zwar ungestüm, aber nicht absichtlich grob. tom

Eisbärin Flocke liebt Süßes

Nürnberg, 10.06.08 Das Eisbärenmädchen Flocke im Tiergarten Nürnberg ist ein Schleckermaul. Wie Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr erzählt, „begeistert sich Flocke für Trauben, Melonen, Kiwi und Birnen“. Doch besonders liebe sie Bananen. „Dass sich Bananen auf dem Speisezettel eines Eisbären befinden, haben wir bislang noch nicht beobachtet“, sagt Neurohr. Neben ihren süßen Obstrationen frisst Flocke täglich ein gutes Kilo Rindfleisch und knabbert Gemüse wie Tomaten, Zucchini oder Blumenkohl. Dazu trinkt Flocke noch jeden Tag rund einen Liter Hundeaufzuchtmilch.

Durch diese kernige Ernährung hat es Flocke, die am 11. Juni 2008 sechs Monate alt wird, auf ein Gewicht von stolzen 45 Kilogramm gebracht. Richtet sie sich auf, ist sie so groß wie ein sechsjähriges Kind und misst vom Kopf bis zu den Pfoten 120 Zentimeter. Dennoch besteht „kein Moppelalarm“, wie es der Veterinär nennt, denn Flockes Gewicht ist weiterhin entwicklungsgemäß. ek

Eisbär Flocke muss lernen selbstständig zu werden

Nürnberg, 14.05.08 Tiergartendirektor Dr. Dag Encke erläutert im Internet unter www.eisbaerflocke.nuernberg.de die Vorgaben der Zooleitung für das Verhalten der Tierpflegerinnen und -pfleger, die darauf abzielen, das Urvertrauen des Tieres in die Ersatzeltern zu erhalten, es zur Eigenständigkeit zu erziehen und Grenzüberschreitungen zu maßregeln:

„Die vier Flocke-Pflegerinnen und Pfleger haben von uns, der Direktion, folgende Vorgaben für den Umgang mit Flocke erhalten: Flocke soll sich so weit sie dies selbständig tut, mit sich, ihrer Umgebung und den angebotenen Spielmöglichkeiten beschäftigen. Eine animierte Beschäftigung ist weitgehend zu unterlassen, es sei denn, dass Flocke ihre Zieheltern aktiv zum Spielen auffordert. Die Pfleger sind angewiesen, Flocke ruhen zu lassen, wenn sie dies tun will. Beim Spielen mit Flocke sind nach Möglichkeit Spielgeräte zu verwenden und eine direkte körperliche Auseinandersetzung weitgehend zu vermeiden. Ausgenommen davon sind Flockes Kuscheleinheiten, die sie noch für ihr Urvertrauen braucht.

Wenn Flocke über die Stränge schlägt durch Beißen, Kratzen und ähnliche Verhaltensmuster, sind die Pfleger angehalten, sich durchzusetzen. Das sieht robust aus, ist aber aus Eisbärensicht weniger als moderat. Aus Sicherheitsgründen können und dürfen die Pfleger in solchen Situationen keine Rücksicht auf Empfindlichkeiten des Publikums
nehmen. Die Pfleger sollen jede Gefahr einer Verletzung vermeiden und deshalb möglichst ihre Hände „aus dem Spiel lassen“. Sie sollen sich ruhig und zurückhaltend verhalten, um Flockes Aufmerksamkeit nicht unnötig auf sich zu ziehen. Sie sind generell für Flocke als Urvertrauen gebender Elternersatz in der Anlage und nicht als Animateure.

Das Ziel dieser Vorgaben liegt darin, so lange wie möglich mit Flocke die Anlage betreten zu können. Inkonsequenz seitens unserer Tierpfleger Flocke gegenüber hätte fatale Folgen auf beiden Seiten. Vor allem wenn es darum geht, sich vor den ‚Waffen’ der kleinen Bärin (Gebiss, Pranken) und ihrer schon jetzt immensen Kraft zu schützen. Ein abrupter, für Flocke unangenehmer Abbruch der engen Beziehung zwischen Tier und Mensch müsste dann folgen.“

Dr. Dag Encke erläutert dazu weiter:

„Dies mag aus vieler Menschen Sicht hartherzig klingen, hat aber ernsthafte Hintergründe, die ich Ihnen kurz beschreiben will: Eisbärenkinder werden von ihren Müttern erzogen. Eine Eisbärenmutter ist dem Jungtier mindestens zwei bis drei Jahre lang mit einem Körpergewicht von 250-300 kg weit überlegen. Sie diszipliniert ihre Jungen mit Bissen und Prankenschlägen, denen ein erwachsener menschlicher Körper kaum standhalten würde.

Die körperliche Kraft eines Menschen reicht vielleicht noch rund vier bis sechs Wochen aus, um sich gegen die mittlerweile über 30 kg schwere Flocke physisch durchzusetzen. Danach können die Pfleger nur noch mit der bis dahin erworbenen Autorität das Raubtier-Temperament von Flocke zügeln. Körperlich haben sie dem Tier dann nichts mehr entgegenzusetzen. Wenn Flocke nicht im jetzigen Alter eindeutig diszipliniert wird und sich den Regeln der Pfleger unterwirft, wird sie binnen weniger Wochen zu einem unberechenbaren Raubtier, dessen Anlage dann in ihrer Anwesenheit nicht mehr betreten werden darf. Für die weitere Entwicklung Flockes aber wäre es sinnvoll, diese Konsequenz nicht verfrüht ziehen zu müssen.

Ein 30 kg schwerer Hund (Größe eines erwachsenen Schäferhunds), der nicht gehorchen gelernt hat, wird zur tödlichen Gefahr. Dabei lassen sich Hunde als hierarchisch organisierte Rudeltiere leicht erziehen. Sie akzeptieren von Natur aus eine Unterwerfung gegenüber dominanten Rudelmitgliedern (Herrchen oder Frauchen). Eisbären sind nicht ausgelegt auf hierarchische Unterwerfung, sondern nur auf Folgsamkeit gegenüber der Mutter während der Aufzuchtsphase – dies sichert ihnen ihr Überleben bis zur Selbständigkeit. Danach entscheidet nur noch die Stärke und Cleverness des einzelnen Tieres über den Überlebenserfolg.

Anerzogene Folgsamkeit gegenüber der Mutter ist für einen aufwachsenden Eisbären genauso wichtig wie das Urvertrauen in den Schutz, den die Mutter bietet. Die Balance zwischen beiden Erfordernissen versuchen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten. Da wir wissen, wie schwierig das oft ist, wollen wir sie in jeder Hinsicht unterstützen. Deshalb haben wir mit ihnen die Problematik diskutiert. Auf dieser Grundlage schließlich wurden von uns die Vorgaben für die Pfleger erarbeitet.“ moe

Eisbärin Flocke zu neuen Zeiten zu sehen

Nürnberg, 14.04.08
Die Eisbärin Flocke ist ab heute, Montag, 14. April 2008, zu neuen Zeiten voraussichtlich im Eisbärengehege zu sehen: vormittags von 9 bis 11 Uhr sowie nachmittags von 13 bis 14.30 Uhr und 15.30 bis 17 Uhr.
Die Erfahrungen der vergangenen Woche haben gezeigt, dass drei Stunden nachmittags am Stück für das Tier zu lang sind. Es wird ihr dann zum einen langweilig und zum anderen wird sie zu müde. Bereits am Samstag hat Flocke von ihrem Pfleger Harald Maußner vor lauter Müdigkeit am Nachmittag lautstark eine Pause eingefordert. Der Tiergarten reagiert mit den neuen Zeiten auf die Bedürfnisse des Jungtiers. moe

Eisbärchen-Nachwuchs im Nürnberger Spielzeugmuseum

Nürnberg, 10.04.08 Flocke ist heute, Knut war angeblich gestern, aber das Eisbärchen des Spielzeugmuseums ist garantiert von vorgestern. Denn bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren Eisbären als Kuscheltiere sehr beliebt. Plüschtierhersteller wie die Coburger Firma Hermann-Spielwaren hatten sie schon damals im Sortiment. Nach diesen historischen Vorbildern ist der neue Sammlerbär des Spielzeugmuseums gestaltet.
Auf tapsigen Filzpfoten steht das Eisbärchen da. Sein Körper ist aus weißem Mohair und mit Holzwolle gestopft. Das drehbare Köpfchen mit der schwarzen Schnauzengarnierung und den dunklen Augen lässt das Eisbärenkind frech in die Welt schauen. Um den Hals trägt es ein rotes Lederhalsband mit geprägter Messingmarke. Wie schon sein Vorgänger ist das Eisbärchen mit 15 Zentimetern Länge ein kleiner Bär mit großer Ausstrahlung.
Als Sonderedition des Jahres 2008 wurde das Eisbärchen exklusiv für das Spielzeugmuseum bei der Hermann-Spielwaren GmbH im oberfränkischen Coburg-Cortendorf entworfen und gefertigt. Es ist auf 333 Exemplare limitiert und ausschließlich beim Spielzeugmuseum Nürnberg, Karlstraße 13-15, erhältlich.
Das Eisbärchen kann zu den Öffnungszeiten des Spielzeugmuseums (Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr) für 58 Euro im Museumsladen erworben werden. Postversand ist gegen Vorauskasse (Verkaufspreis zuzüglich 5 Euro Versandpauschale) oder über Kreditkarte (Visa, Master Card) möglich.

Positive Bilanz nach Flockes erstem öffentlichen A

Nürnberg, 8.04.08 Bei sonnigem Frühjahrswetter hat Eisbärin Flocke ihren ersten öffentlichen Auftritt vor über 500 Personen, darunter rund 430 nationale und internationale Medienvertreter sowie geladene Gäste des Tiergartens, bestens absolviert. Stadt Nürnberg und Tiergartenleitung zogen am späten Nachmittag eine durchwegs positive Bilanz der Vorstellung vor der Presse. Ab morgen, Mittwoch, 9. April 2008, ist Flocke von allen Besucherinnen und Besuchern zu bestaunen. Wenn Flocke mitspielt, wird sie in den ersten Tagen bis Sonntag, 13. April 2008, täglich von 9 bis 11 Uhr und von 13 bis 16 Uhr in ihrem Gehege in der Eisbärenanlage im Aqua Park zu sehen sein.
Zahlreiche Fernsehsender, Hörfunkstationen, Fotografen und Reporter hatten mit Spannung die ersten Schritte von Flocke ab 15 Uhr verfolgt. Mehrere TV-Stationen übertrugen die Bilder live. Die Foto- und TV-Agenturen verbreiteten sie weltweit.
„Flocke hat ihren ersten Auftritt ganz souverän gemeistert“, erklärte Tiergartendirektor Dr. Dag Encke. „Es konnte jeder sehen, dass wir ein selbstbewusstes Tier haben.“ Encke baut darauf, dass Flocke zunehmend zu einer Symbolfigur wird, die die Menschen auf die Klimakatastrophe aufmerksam machen kann. Der Tiergarten Nürnberg will mit Flocke auch dazu ermuntern, aktive Beiträge zum Klimaschutz zu leisten und etwa beim Kauf von Produkten, auf klimarelevante Gütesiegel zu achten. sz

Eisbär Flockes erster Ausflug ins Freigehege

Nürnberg, 27.03.08 Den ersten Ausflug ins Freie hat Flocke absolviert. Das Eisbärenmädchen im Tiergarten Nürnberg tauschte ihre gewohnte Umgebung mit dem Gehege der Tiger. Die großen Katzen sind derzeit wegen Umbauarbeiten im Raubtierhaus vorübergehend in anderen Zoos untergebracht.
Pfleger und Tierarzt möchten das Jungtier auf seinen Umzug ins Eisbärengehege vorbereiten und beobachten, wie es sich in einer fremden Umgebung verhält. „Flocke lief neugierig durchs Gras“, berichtet Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr, „und beschnupperte alles, was unter ihre feine Nase kam. Ihre Streifzüge führten sie zum Wasserlauf des Geheges, in dem sie begeistert herumgeplanscht hat.“
Der Veterinär ist sehr zufrieden mit der Entwicklung seines Schützlings: „Das Eisbärenmädchen kann mittlerweile mit beachtlichen 16,5 Kilogramm aufwarten“, so Dr. Neurohr.

Eisbär Flocke lernt schwimmen

Nürnberg, 17.03.08 Eisbären sind hervorragende Schwimmer. Sie nutzen die Vordertatzen als Paddel und die hinteren Tatzen als Ruder. Die kurze Schwimmhaut zwischen ihren Zehen verhilft ihnen zu zusätzlichem Schwung. Damit auch die kleine Eisbärin im Nürnberger Tiergarten ihre Schwimmkünste entwickeln kann, darf sie jetzt im Lehrschwimmbecken üben. Dort kann sie wie alle Schwimmanfänger noch auf sicherem Grund stehen.
Flocke ist eine große Wassernärrin. Pflegerin Stefanie Krüger erzählt: „Wasser findet sie ganz ganz toll. Neben dem Fressen ist es das Beste, was ihr gerade passieren kann.“ Die kleine Eisbärin wälzt sich im Wasser herum, spritzt sich und die Pflegerin nass und stellt sich unter ihre Wasserdusche.
Nach der aktuellen Phase der Wassergewöhnung wird das Becken mehr und mehr mit Wasser gefüllt. Es wird nicht mehr lange dauern, dann kann Flocke schwimmen. Denn eigentlich können Eisbärenkinder schon schwimmen, sie wissen es bloß nicht.

Eisbär Flocke drei Monate alt

Nürnberg, 11.03.08 Drei Monate alt ist die kleine Eisbärin im Nürnberger Tiergarten nun und damit „reif für den Knochen“, wie Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr befand und Flocke heute Morgen (Dienstag, 11. März 2008) mit einem doppelt abgekochten Kalbsoberschenkelknochen überraschte. „Das Rumbeißen auf dem Knochen ist wichtig für die Zahnpflege“, so Neurohr.
Weil Flocke nicht nur gern auf allem rumbeißt, was ihr zwischen die Kiefer kommt, sondern auch einen geradezu „unersättlichen Appetit“ entwickelt hat, haben die Pfleger die Ernährung angepasst: „Flocke bekommt jetzt bei jeder Fütterung nach ihren zwei Milchfläschchen noch mit Hundefutter verdickte Milch in ihren Napf“, berichtet der Veterinär. Auf der Waage macht sich das mit stolzen 12,2 Kilogramm bemerkbar.
Hinter den Kulissen darf das Eisbärmädchen inzwischen auch ab und zu ins Freie. Begleitet von einem Pfleger oder einer Pflegerin tummelt sie sich auf Matten an der frischen Luft, wobei das Tiergartenpersonal auf möglichst keimarme Umgebung achtet. alf

Eisbär Flocke genießt ihre erste Waschung

Nürnberg, 05.03.08 Ihre erste Begegnung mit dem Element Wasser hat das Nürnberger Eisbärchen gut überstanden. Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr und Pfleger Horst Maußner haben Flocke einem ersten „Duschbad“ unterzogen: Sie stellten das Tier in einen großen Plastikeimer und schöpften mit den Händen aus einem kleinen Eimerchen lauwarmes Wasser über seinen Körper. „Das hat sie genossen“, berichtet Dr. Neurohr und stellt fest: „Hinterher roch sie viel besser, richtig frisch.“ Sehr zufrieden ist der Veterinär auch mit dem Verhalten der Eisbärin. „Sie merkt sofort, wenn kein Kampfspiel angesagt ist, sondern es um eine ruhige Sache geht. Beim Waschen hat sie sofort umgeschaltet und benahm sich ganz brav.“

Auch Flockes Aufregung vor dem Napf mit Milch legt sich von Tag zu Tag, sodass die langsame Entwöhnung vom Fläschchen fortschreitet. Der robuste Gesundheitszustand von Flocke erlaubt es, dass die Pflegerinnen und Pfleger nun auf Mundschutz und sterile Handschuhe verzichten können. „Unser Eisbärmädchen soll sich jetzt langsam an die Keime in ihrer Umgebung gewöhnen, damit sie im April fit ist für das Freigehege“, erklärt Dr. Bernhard Neurohr.

Flockes Gewicht beträgt inzwischen 10,85 Kilogramm. Gefüttert wird sie immer noch mit einer kalorienreichen Kunstmilch, von der sie rund 1,5 Liter pro Tag trinkt und aus dem Napf schlabbert.

Hervorragende Besucherzahlen im Tiergarten
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hatte im Januar und Februar 2008 hervorragende Besucherzahlen zu verzeichnen. Mit knapp über 100 000 Besuchern kamen über 25 000 Gäste mehr als im Vorjahr beziehungsweise 40 000 mehr als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Wie in den anderen deutschen Zoos hat sich der milde Winter mit einigen sonnigen Wochenenden deutlich bemerkbar gemacht, so die Nürnberger Tiergartenleitung. Darüber hinaus wirkte sich sicherlich die seit 21. Januar 2008 im ZDF von Montag bis Freitag ausgestrahlte Doku-Soap „Nürnberger Schnauzen“ positiv aus, in der das Thema „Eisbär Flocke“ in einer Berichterstattung über den gesamten Tiergarten eingebunden ist.
Im Hinblick auf den erwarteten weiteren Besucheransturm ist die Stadt Nürnberg als Trägerin des Tiergartens bereits in Verhandlungen mit der VAG (Verkehrs–Aktiengesellschaft Nürnberg) und dem VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) über ein attraktives Angebot an die Bürgerinnen und Bürger der Region, um den Tiergarten schnell und günstig erreichen zu können. Geplant ist, ein Kombiticket aus Fahrkarte und Eintrittskarte in den Tiergarten anzubieten. Die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs als umweltfreundliche Alternative zum Auto entspricht auch dem Leitbild von „Eisbär-Flocke“ als Botschafterin für den Klimaschutz. alf

Eisbär Flocke übt den Eisschollensprung

Eisbär Flocke spielt

Nürnberg, 29.02.08 „Flocke springt uns jetzt schon an und schnappt nach uns“, berichtet Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr von den jüngsten Entwicklungen des Nürnberger Eisbärmädchens. „Das ist kein erlerntes, sondern ein angeborenes Verhalten“, so Neurohr. „Genauso springen Eisbären auf eine Scholle, wenn dort eine Robbe liegt.“
Angst und Schrecken löst das mittlerweile 9,85 Kilogramm schwere Eisbärbaby mit seinen ersten Bissen zwar noch nicht bei seinen Pflegerinnen und Pflegern aus, aber: „Da steckt schon ‚wumm’ dahinter wenn sie zubeißt“, meint Neurohr. „Unser Mausi“, so wird Pfleger Horst Maußner von den Kollegen genannt, „hat an den Unterarmen schon ein paar blaue Flecken.“ Damit der Umgang und das Spielen mit Flocke weniger „Kollateralschäden“ anrichtet, lässt Neurohr heute Schweißerhandschuhe mit langen Lederstulpen für die vier Pflegekräfte besorgen.
Erzieherische Maßnahmen muss Flocke inzwischen auch über sich ergehen lassen. So wird sie jetzt langsam an eine Breifütterung herangeführt. „Zehn Minuten nach dem Fläschchen geben wir ihr die letzten Milliliter Milch in einem Metallnapf zum Ausschlabbern“, sagt der Veterinär. „Bis wir die Ernährung umstellen können, wird es aber noch eine Weile dauern. Sie ist an der Schale sehr aufgeregt, schreit laut und viel und muss sich erst daran gewöhnen.“

Eisbären schützen
Die Sorge, dass Flockes Artgenossen nicht mehr lange von Eisscholle zu Eisscholle springen werden können, treibt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke um: „Unsere kleine Flocke ist versorgt, aber ihre Artgenossen im hohen Norden können ohne das Packeis in der Arktis nicht überleben. Es wird schmelzen, wenn wir nicht zu einer nachhaltigen und klimabewussten Lebens- und Wirtschaftsweise übergehen.“ Dabei könne jeder etwas für den Eisbären- und Klimaschutz tun, so Encke. „Beim Einkaufen etwa sollte man auf klimarelevante Gütesiegel achten.“ Inzwischen hätten die Konsumenten bei Produkten wie Gemüse, Fisch und Kaffee oder bei Kleidung, Holz und Elektrogeräten die Wahl zwischen konventionell hergestellten Produkten und solchen, die bestimmte Umwelt-, Klima- und Sozialstandards erfüllen.
„Nicht nur unser Einkaufsverhalten, sondern auch unser Lebensstil sollte von Nachhaltigkeit geprägt sein“, empfiehlt Encke. Beim Wohnen und Reisen und selbst beim Geldanlegen könne man auf ökologische Qualitätssiegel achten. „Wenn wir mit dieser Botschaft all die Menschen erreichen könnten, die sich bei der Stadt Nürnberg für die Fotos, Videos und Texte über unser Eisbärmädchen bedanken, hätte die Aufzucht von Flocke das nachhaltige
Echo, das sich der Tiergarten Nürnberg wünscht. Für uns ist Flocke eine internationale Symbolfigur für den Schutz des Klimas“, so Dr. Dag Encke. alf

Eisbär Flocke entwickelt Raubtiermanieren

Nürnberg, 22.02.08 - Das inzwischen 8,25 Kilogramm schwere Nürnberger Eisbärmädchen entwickelt mehr und mehr Raubtiermanieren und versteht es, ihre Klauen und Zähne einzusetzen: „Flocke zerlegt alles“, berichtet Dr. Bernhard Neurohr, Veterinär des Tiergartens Nürnberg. „Wir müssen aufpassen, dass sie nichts von ihren Plüschtieren abbeißt – und werden stabileres Spielzeug besorgen.“ Die Schicht aus hartem Styropor, die zur Wärmeisolierung zwischen Gummibelag und Holzboden in Flockes Box eingebracht war, musste wieder entfernt werden, weil die Bärin bereits begonnen hat, sich durch das Dämmmaterial zu graben.
Auch Pflegerin Petra Fritz beobachtet die zunehmenden Aktivitäten Flockes: „Jetzt schläft sie direkt nach der Fütterung nur ein Viertelstündchen, wacht dann auf und will spielen.“ Eine bis anderthalb Stunden lang beschäftigen sich die Pfleger mit dem Eisbärmädchen und „kaspern mit ihr rum“, so der Tierarzt, der weiterhin sehr zufrieden mit Flockes Gesundheitszustand ist. Die tägliche Ration Kunstmilch ist mittlerweile auf 1,5 Liter gestiegen.

Eisbär Flocke auf Erkundung

EB, 21.02.08 - Eisbär Flocke hat seine neue Kinderstube voll akzeptiert. Dieser Eisbär kennt keine Anpassungsprobleme. Fröhlich ist Flocke unterwegs, um auch jeden Winkel seines neuen Zuhauses zu erkunden. Daß die Schritte dabei oft noch etwas wackelig sind, ist nicht schlimm. Flocke fühlt sich so wohl, daß er seine Erkundungsgänge scheinbar gar nicht beenden will. Aber der große Eisbär Hunger unterbricht immer wieder seine Touren. Das ist Flocke wohl auch sehr lieb, denn nach jeder Mahlzeit kann der Eisbär so wunderbar entspanmnen.

Eisbär Flocke bezog neue "Kinderstube"

Da fühlt sich der Eisbär Flocke wohl

Nürnberg, 14.02.08 - Eisbärmädchen Flocke hat seine gestern fertig gestellte neue „Kinderstube“ bezogen. Der Raum, in dem bisher Flockes Kiste stand, wurde zur Hälfte mit einer 1,20 Meter hohen hölzernen Bretterwand ausgekleidet und mit Gummimatten ausgelegt. In dieser etwa 7,5 Quadratmeter großen Box kann das Nürnberger Eisbärbaby seinen immer stärker werdenden Bewegungsdrang ausleben. Rückzugsmöglichkeit bietet ihr die vertraute, mit Tüchern ausgelegte Kiste, die in der großen Box steht. Von ihr wurde eine Wand entfernt. Erste Ausflüge in ihre neue Umgebung hat Flocke bereits absolviert.
Auch einen Spieltrieb hat die kleine Eisbärin inzwischen entwickelt, wie der Veterinär des Tiergartens Nürnberg, Dr. Bernd Neurohr, gemeinsam mit Tierpfleger Harald Hager beobachtete: „Sie hat an ihrem Plüschtier-Eisbären genuckelt, ihn mit den Pranken weggestoßen, wieder mit allen vier Beinen an sich gezogen – das ging minutenlang so. Wir zwei alten
Männer waren richtig gerührt, als wir das sahen.“
Heute Morgen, am 14. Februar 2008, wog Flocke 6,75 Kilogramm. Auch ihr Appetit wird immer größer: „Inzwischen trinkt sie am Tag schon fast eine Maß von ihrer Milch“, sagt Neurohr schmunzelnd. alf

Eisbär-Baby Flocke wird zwei Monate alt

Ein verspielter Eisbär...

Nürnberg, 11.02.08 - Flocke, das Eisbär-Baby aus dem Tiergarten Nürnberg, ist am heutigen Montag, 11. Februar 2008, zwei Monate auf der Welt. „Sie wiegt mittlerweile 6,2 Kilogramm und entwickelt sich prächtig“, berichtet Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr. Zwischen 220 und 330 Milliliter speziell zubereitete Welpenmilch aus der Flasche verdrückt das Jungtier mehrmals am Tag. Neben den vier Eckzähnen sind auch erste Schneidezähne durchgebrochen. „Sie genießt es, wenn man ihr das Zahnfleisch massiert“, so die Erfahrung von Tierpfleger Harald Hager. Er freut sich, dass Flocke immer aktiver wird und sich viel bewegt. „Wir sind mit ihrer Entwicklung sehr zufrieden“, lautet sein Fazit.
Die Eltern von Flocke, Vera und Felix, haben zwischenzeitlich schon wieder zarte Bande geknüpft. „Die Zusammenführung der Eisbären war problemlos“, berichtet Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr. „Felix hat Vera beschnuppert und gleich wiedererkannt. Es lief alles ganz ruhig.“ Nun hofft die Tiergartenleitung, dass Felix Vera bald deckt. Felix war vergangene Woche aus dem Ruhrzoo Gelsenkirchen zurück an den Schmausenbuck gebracht worden. Wegen der Geburt der Jungtiere war Felix seit dem 21. November 2007 vorübergehend in Nordrhein-Westfalen untergebracht worden.

Flocke-Vater Felix wieder in Nürnberg

Eisbär Felix ist wieder in Nürnberg

Nürnberg, 08.02.08 - Gestern Nacht (Donnerstag, 7. Februar 2008) kam kurz nach 23 Uhr Flocke-Vater Felix im Tiergarten Nürnberg an. Der Eisbärbulle war seit Herbst 2007 im Zoo Gelsenkirchen untergebracht. Da Felix den Transport
gelassen überstanden hat und sehr ruhig wirkt, ist er bereits seit heute morgen im Freigelände zu sehen. „Er hat bei der Ankunft ganz cool gewirkt“, berichtet Tierarzt Dr. Bernhard Neurohr. „Um 9.15 Uhr hat er schon die ersten Runden im Wasserbecken gedreht.“
Bei Flocke sind derweil weitere Milchzähne zu sehen: Alle vier Eckzähne und ein zweiter Schneidezahn sind nun durchgebrochen. Ihr Gewicht betrug heute morgen 5,85 Kilogramm. Da das Eisbärmädchen immer aktiver wird, wird der Tiergarten in der nächsten Woche die Hälfte des Raumes, in dem Flockes Kiste steht, zu einer begehbaren Box umbauen lassen. Hinter einer 1,10 Meter hohen hölzernen Trennwand mit Tür wird Flocke eine „Kinderstube“ eingerichtet, die Platz für ihren Bewegungsdrang bietet. alf

Eisbär Flocke: Die ersten Zähne sind da

Eisbär Felix ist zurück in Nürnberg

Nürnberg, 07.02.08 - Flockes Milchgebiss ist im Werden: „Im Oberkiefer sind die beiden Eckzähne und ein Schneidezahn durchgebrochen“, stellte der Veterinär des Tiergartens Nürnberg, Dr. Bernhard Neurohr, am heutigen Morgen,
Donnerstag, 7. Februar 2008, fest. Das inzwischen bereits 65 Zentimeter große Eisbärmädchen wog heute früh 5,7 Kilogramm. „Ansonsten ist alles beim Alten“, so Neurohr.
Flocke-Vater Felix wird am morgigen Freitag aus Gelsenkirchen zurück nach Nürnberg kommen. Seine Ankunft im Tiergarten wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit vonstatten gehen, um das Tier nicht zu beunruhigen. Felix wird zunächst im Stall bleiben und erst im Gehege zu sehen sein, wenn er sich akklimatisiert hat. alf

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